Jagd- und Hundeseminar im Forst Mecklenburg-Vorpommern 

In der Pfingstwoche haben wir ein kombiniertes intensives Hunde- und Jagdseminar im Forst Mecklenburg-Vorpommern veranstaltet. Erfreulicherweise haben alle jagenden Mitglieder*innen sowie Partner*innen den Weg nach Vorpommern gefunden und teilgenommen. An der Stelle möchten wir allen Mitarbeitern*innen des Forstamtes Rothemühl herzlich für die Begleitung des Seminars danken. Die Revierförster, der Nachsuchenführer, die beteiligten Sachbearbeiter als auch die Jagdhornbläser des Forstamtes haben das Seminar zu einem hochklassigen Event gemacht.

In den vielen einzelnen Seminarelementen hatten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, ihre Hunde intensiv auf getretenen Fährten mit unterschiedlicher Länge und Standzeit zu arbeiten. Die Fährtenarbeit wurde jederzeit durch einen erfahrenen Nachsuchenführer des Forstamtes begleitet. Es konnten viele Tips aus der Praxis eingearbeitet werden. Die Teilnehmer wurden nicht nur in der Praxis betreut, sondern auch durch einen detaillierten Vortrag zur rechtlichen Perspektive der Nachsuche, Verhalten vor und nach dem Schuss, Munition, Kleidung, Schutz des Hundes und des Hundeführes bzw des Jagenden.

Die grösste Wildart unserer Wälder ist das Rotwild. Das Forstamt Rothemühl hat einen guten Rotwildbestand. Daher konnten wir uns intensiv über den Lebensraum des Rotwildes informieren, wildtierbiologische Dinge wurde besprochen und sehr ansehnlich in der Stangenschau des Forstamtes bzw des Hegerings demonstriert.

Verhalten nach dem Schuss und erkennen von Anschüssen war auch Teil des Seminars und wurde durch einen erfahrenen Revierförster im Rahmen eines Anschuss-Seminars intensiv gezeigt.

Auch Schwarzwild ist eine wichtige Wildart in unserer Kulturlandschaft. Hunde sollten nicht erst bei einer Kontrolle, Drückjagd oder Nachsuche auf Schwarzwild treffen. Daher konnten wir alle Hunde nach kurzer Fährte an 2 Pendelsauen heranführen und arbeiten. Dies ist für Hunde und Führer ohne jegliches Risiko und vermittelt den Führern tolle Einsichten über das Verhalten unserer Hunde bei Wildkontakt. Dies ist natürlich nur eine Vorstufe zu einer guten Ausbildung im Gatter. Gut zu erkennen bei der Arbeit auf der kurzen getropften Fährte und dem überraschenden Kontakt mit einer recht frischen Pendelsau waren aber die Anlagen der Hunde. Manche standen schon perfekt mit Standlaut vor, manche suchten die Distanz zur Sau und den Schutz beim Führer, manche waren sehr aggressiv und attackierten die Sau lautstark. Mit diesem Wissen ist der Schritt ins Gatter für die Führer einfacher, sie können sich und ihre Hunde mit Hilfe eines Gattermeisters sicherer arbeiten. Auch hier wurden wir durch den Nachsuchenführer des Forstamtes begleitet.

Das letzte Seminarelement war die Vorbereitung unserer Hunde zur WaT. Auch hier wurde viel gelernt.

Abgerundet wurde das Seminar durch eine tolle Lokation des Forstamtes, dem Märchenwaldhaus. Hier haben wir 4 Tage unser Lager aufgeschlagen. Versorgt wurden wir durch einen lokalen Cateringservice.

 

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